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Die schönsten Rundwanderungen im Inselsüden

Wandern macht nicht nur dem Müller Laune, sondern auch allen Menschen auf unserer schönen Insel. Denn Rügen hat ein reiches Repertoire an Ausflugszielen – besonders im Süden: Erlebnispfade, tolle Ausblicke und ganz viel grüne Natur. Doch überzeugt Euch selbst, warum wandern im Inselsüden so glücklich macht.

Ostseepanorama am Nordperd von Göhren

Diese Wanderung ist fast ein Muss, wenn man sich im Inselsüden aufhält. Der Weg führt entlang der Steilküste durch ein naturbelassenes Waldgebiet, dem „Hövt“. An einigen Aussichtspunkten erlebt Ihr einen faszinierenden Blick über die Ostsee und das Mönchguter Land. Es wird empfohlen die Wanderung im Zentrum von Göhren zu starten. Folgt der Thiessower Straße bis zur Gabelung Hövtstraße. Auf dem Weg kommt Ihr am ältesten Gasthaus Göhrens, der Pension „Mönchgut“, vorbei. Nach etwa 15 Minuten Fußweg ist der Wanderweg zum „Nordperd“, dem östlichsten Vorsprung der Insel, erreicht. Nachdem Ihr das Naturschauspiel rund ums Nordperd in vollen Zügen genossen habt, führt Euch der Rundwanderweg durch das „Hövt“ zurück nach Göhren. Alternativ gibt es eine Treppe, die vom „Nordperd“ zur Mole führt. Ihr gelangt dann zum Göhrener Nordstrand und könnt entlang der südlichsten Seebrücke der Insel nach Göhren wandern.

Ostseebad-Wanderung von Göhren nach Baabe

Nur wenige Kilometer trennen die Ostseebäder Göhren und Baabe. Wenn Ihr Eure Tour in Göhren beginnt, wandert Ihr zuerst in Richtung Ortsausgang. Dann kommt Ihr zu einem Fahrradweg, der nach Sellin / Baabe führt. Diesem etwa 200 Meter folgen bis Ihr zum Waldwanderweg durch die Baaber Heide gelangt. Auf dem Weg nach Baabe überquert Ihr die Gleise des „Rasenden Rolands“. Die betagte Kleinbahn verkehrt hier seit 1895. Die damals hochmoderne Dampflok verband die größten Seebäder auf der Insel zwischen Putbus und Göhren, so dass der Badegast bequem sein gewünschtes Ostseebad auf Rügen erreichen konnte. In Baabe angekommen, nehmt Ihr die Strandstraße. Diese bringt Euch zum Ostseestrand von Baabe. Nach einer kleinen Pause und jeder Menge Meeresbrise geht es gemütlich an der Strandpromenade zurück nach Göhren.

Wanderroute ins historische Dorf Middelhagen

In dem verträumten Dorf Middelhagen scheinen die Uhren stehengeblieben zu sein. Hier lernt Ihr mehr über Land, Leute und das einstige Leben von Mönchgut. Diese Wanderung ist deshalb auch besonders für Familien interessant.

Wenn Ihr in Göhren seid, folgt der Alten Kirchstraße bis zur Gabelung. Da geht es dann weiter Richtung Baabe / Sellin. Nach wenigen Metern überquert Ihr die Straße. Der Weg führt vorbei an gepflegten Grundstücken bis zum Siedlerweg, der Euch direkt über einen idyllischen Feldweg nach Middelhagen bringt. Das westliche von Göhren gelegene Dorf hat einen historischen Ortskern mit Backsteinkirche, dem regionaltypischen Breedehaus und der alten Schule. Es lohnt sich diese Sehenswürdigkeiten ein wenig näher zu erkunden. Das alte Schulmuseum etwa, diente bis 1972 als einklassige Zubringerschule. In den historischen Schulstunden wird gezeigt, wie hier vor vielen Jahren gelehrt und gelernt wurde. Für die Digital Natives unter uns ist es kaum vorstellbar, welche Methoden den Schulalltag bestimmt haben.

Nach dem kurzweiligen Geschichtsexkurs im Dorfkern könnt Ihr der Hauptstraße in Middelhagen zum Fahrradweg bis nach Lobbe folgen. Von Lobbe aus wandert Ihr dann am Strand zurück nach Göhren.

Naturkino am Reddevitzer Hövt

Diese Wanderung ist ein echter Hingucker, wenn Ihr auf Mönchgut seid. Ausgangspunkt ist Göhren. Folgt der Alten Kirchstraße bis zur Gabelung. Nach wenigen Metern biegt Ihr links ab zum Siedlerweg. Dieser Feldweg führt Euch dann nach Middelhagen. In dem alten historischen Dorf mit Kirche, Hallenhaus und Schulmuseum geht es rechts nach Mariendorf. Hier folgt Ihr der Dorfstraße bis nach Alt Reddevitz, um das Hövt zu erreichen. Die Landzunge von Alt Reddevitz trennt die Bodden (Bereiche der Ostsee) Having und Hagensche Wiek. Übrigens bedeutet Hövt auf Plattdeutsch „zum Ende hin“. Und tatsächlich ist hier am Steilufer von Reddevitz Schluss. Dafür wird man aber mit einem einzigartigen Panorama verwöhnt, bei dem einen das Gefühl von Freiheit übermannt. Dann einmal umdrehen und denselben Weg zurücknehmen.