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Fürstliche Aussichten

By 21. August 2016 No Comments

Wilhelm Malte I zu Putbus hinterließ überall auf der Insel seine Spuren. So auch hier in der Granitz, wo er unweit von Binz in seinem fürstlichen Jagdgebiet ein Schloss erbauen ließ, um seinen urzeitlichen Instinkten des Jagens nachzukommen. In dem heute für jedermann zugänglichen Schloss werden allerhand Jagdtrophäen, tödliche Kaliber und Geschosse aus der damaligen Jagdtradition aufgefahren. Besonders tückisch ist auch die gusseiserne Wendeltreppe, die mit ihren 154 Stufen auf den 34 Meter hohen Mittelturm führt. Wenn man sich für den Aufstieg entscheidet, empfiehlt es sich den Blick nicht in die Tiefe zu richten. Die durchsichtigen Stufen sorgen bei manch einem für ein unwohles Empfinden in der Magengegend. Die Turmspitze erreicht, vergeht das flaue Gefühl wie im Fluge, denn fürstlich wird man mit dem inselweiten Panorama belohnt. Der Baumeister Karl Schinkel hatte geniale Ideen, wie der Turm erbaut werden müsste, damit er sich erhaben von den alten Buchenwäldern abhebt. Und tatsächlich: Der markante Turm ist an vielen Orten der Insel deutlich sichtbar. Haben Sie ihn schon gesehen?

Was: Besichtigung Jagdschloss Granitz
Wo: 18609 Ostseebad Binz
Infos: Telefon: 038393-66710 
http://www.jagdschloss-granitz.de/
Täglich von 10-18 Uhr (Mai bis September)
Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließzeit.