Insel Hiddensee

Die Insel mit dem Qualitätssiegel für familiengeprüften Urlaub

Das „söte Länneken“ (süßes Ländchen) wird die westlich von Rügen gelegene Insel Hiddensee genannt. Besonders Künstler zog es schon früh auf die ruhige Insel, die mit ihren Dünen, Fischerkaten und Booten Motiv vieler Maler war. Heute erobern vor allem Familien das Eiland. Als Deutschlands erste Insel ist die Gemeinde Seebad Insel Hiddensee mit dem Qualitätssiegel für familiengeprüften Urlaub ausgezeichnet worden. Überzeugt hat Hiddensee vor allem durch ein umfassendes und inselweit vernetztes familientouristisches Angebot sowie einen bunten Veranstaltungskalender, der mit Führungen für Kinder, einem Puppenspieltheater, Strandlesungen oder Surfkursen besonders Familien und jüngere Gäste anspricht.

Das erwartet Dich auf Rügens Nachbarinsel

Foto: ©TMV/Petermann

Die Insel Hiddensee

Exakt vier Orte könnt Ihr auf Hiddensee kennenlernen.

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Grieben

Im Nordosten der Insel liegt der Ort Grieben. Idyllisch an einer Boddenbucht und abseits des Trubels gelegen, ist der urkundlich älteste Ort Hiddensees mit seinem dörflichen Charme eine Oase der Erholung und Entschleunigung. 

Kloster

In Kloster befindet sich neben zahlreichen Galerien und Ausstellungen auch die Inselkirche mit dem Inselfriedhof. Neben dem Schriftsteller und Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann liegen hier noch einige andere Promis begraben.

Neuendorf

Zusammen mit Plogshagen ist das vom Fischfang geprägte Neuendorf ein sog. Doppeldorf und sogar denkmalgeschützt. Heute findet Ihr hier in dem alten Reusenschuppen „Lütt Partie“ das Fischereimuseum. Der Reusenschuppen „Groot Partie“ ist ein beliebter Veranstaltungsort.

Foto: © TMV/Petermann

Vitte

Mit Schule, Arztpraxis, Insel-Info, Sparkasse, Zelt-Kino, National­park­haus, Bibliothek, Polizeistation, Außenstelle des Standesamtes und mehr ist Vitte der inoffizielle Hauptort der Insel Hiddensee.

Die Insel auf einen Blick

Sehenswürdigkeiten der Insel

Auf 19,02 km² erwartet Euch jede Menge Kultur.

Nationalpark-Haus

Das zwischen Vitte und Kloster stehende Nationalpark-Haus lädt in seiner Ausstellung zu einer multimedial aufbereiteten Reise durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Der Erlebnispfad „De Lütt Küst“ und Rangerwanderungen ergänzen das Angebot .

Inselkirche

Die Inselkirche in Kloster ist das heute älteste Gebäude und letzte bauwerkliche Zeugnis aus der Zisterzienserzeit der Insel Hiddensee. Über die Jahrhunderte erfolgten Umbauten und Ergänzungen. Heute finden hier neben Gottesdiensten auch Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen statt.

Gerhart Hauptmann Haus

Das noch original eingerichtete Sommerhaus des Literaturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann lädt zu einer Zeitreise in die 20er- und 30er-Jahre ein. Ergänzend gibt es die Ausstellung „Die Literarische Moderne auf Hiddensee“ sowie Lesungen und Konzerte.

Eggert Gustavs Museum

Der gebürtige Hiddenseer Eggert Gustavs war einer der bedeutendsten Hiddensee-Maler und Grafiker. Das Museum in der Alte Schmiede in Kloster zeigt neben zahlreichen Originalwerken von Gustavs auch eine Ausstellung zur Ge­schichte des historischen Schmiedehandwerks.

Henni Lehmann Haus

Henni Lehmann gehörte mit zu den prägenden Künstlerinnen des frühen 20. Jhd. und war die Gründerin des Hiddenseer Künstlerinnen­bunds. Ihr ehemaliges Sommerhaus in Vitte ist heute „Haus des Gastes“ und wird als Veranstaltungs- und Ausstellungsraum genutzt.  

Asta Nielsen Haus

Der ehemalige Sommersitz der dänischen Stummfilmdiva Asta Nielsen, auch „Karusel“ genannt, ist heute Außenstelle des Standes­amtes West-Rügen und beherbergt außerdem eine Ausstellung zu Asta Nielsen und zum Architekten Max Taut.

Eine Insel ohne Autos

Hier dominieren andere Pferdestärken den Straßenverkehr.

© TMV/Petermann | Radtour auf Hiddensee

Der private Kfz-Verkehr ist auf Hiddensee verboten. Für öffentliche Aufgaben und landwirtschaftliche Nutzung sind nur wenige Kraft­fahr­zeuge zugelassen. Dadurch ist die Insel nahezu autofrei.

Der Großteil des Personenverkehrs sowie ein Teil des Warenverkehrs werden mit Pferdefuhrwerken durchgeführt. Zwischen den Ortsteilen Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf verkehrt ein Linienbus.

Sehr entspannt und im eigenen Rhythmus lässt sich die Insel mit dem Rad erkunden. Fahren Sie mit der Fähre nach Neuendorf in den Süden der Insel und radeln dann gen Norden über die ganze Insel, um am Abend im Hafen von Kloster wieder auf das Schiff Richtung Schaprode aufzusteigen.

Hiddensee mit der Familie erobern

Mit ihrem einzigartigen und kulturellen Charme gilt Hiddensee als die schönste Insel Mecklenburg-Vorpommerns.

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Zeltkino Vitte

Ein Highlight für alle Film-Fans ist das Zeltkino in Vitte, das Modernste an der Ostseeküste. Neben ausgewählten Filmen mit Klassikern und Neuerscheinungen finden hier in der Saison ebenfalls verschiedene Events statt.

Foto: ©TMV/Petermann

Leuchtturm Dornbusch

Er ist das Wahrzeichen der Insel. Von der ca. 20 m hohen Aussichtsplattform bietet sich Euch ein spektakulärer Rundumblick über Hiddensee und die Ostsee – bei gutem Wetter sogar bis zur dänischen Insel Møen.

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Seebühne Hiddensee

Das private Kammertheater wird in den Sommermonaten zur Spielstätte für die ganze Familie. Sind die Theatermarionetten nicht auf der Bühne, können sie in der Homunkulus-Figurensammlung bestaunt werden.

Künstlerinsel Hiddensee

So manche/r Küstler/in hat auf Hiddensee Spuren hinterlassen.

Hiddensee mit seiner abwechslungsreichen und größtenteils unberührten Natur war schon früh ein beliebtes Motiv der Landschaftsmalerei. „Entdeckt“ wurde die Insel Hiddensee im 18. Jahr­hundert durch den Maler Jakob Philipp Hackert, der dadurch diesen Teil der Ostseeregion für zukünftige Landschaftsmaler wie Caspar David Friedrich publik machte. Mit ihrer abgeschirmten, ruhigen Lage und der vielfach unberührten, nur durch die Elemente geformten Landschaft wurde Hiddensee in den Folgejahrzehnten temporäre Heimat für eine Vielzahl von Künstlern. Eine erste Künstlerkolonie entwickelte sich im 19. Jahrundert, u.a. mit Malern wie Oskar Kruse Lietzenburg, Felix Krause und Harold Tronson Bengen. Später kamen die sog. Malweiber, die sich im von Henni Lehmann und Clara Arnheim gegründeten Hiddenseer Künstlerinnenbund zusammenschlossen und sich in der Blauen Scheune trafen. Ebenso entdeckten Dichter, Schauspieler, Bildhauer, Musiker, Literaten und Wissenschaftler die kleine Insel Hiddensee für sich. Nicht umsonst wird das söte Länneken auch als „Mikrokosmos der deutschen Kunstgeschichte“ (Quelle: www.norddeutsche-kuenstlerkolonien.de) bezeichnet.

Schönes Handwerk von Hiddensee

Stolpersteine auf Hiddensee

Kleine Gedenktafeln erinnern an das Schicksal verfolgter Künstler, Intellektueller und politisch Andersdenkender in der NS-Zeit.

Die sog. Stolpersteine, in den Boden verlegte Gedenktafeln aus Messing, sind ein Kunstprojekt des Künstlers Gunter Demnig. Sie sollen an Personen erinnern, die in der NS-Zeit verfolgt, deportiert, vertrieben, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden. Stolpersteine werden zumeist vor dem letzten freiwilligen Wohnort der zu erinnernden Person verlegt. Inzwischen gibt es in Deutschland und Europa über 75.000 Stolpersteine, die somit das größte dezentrale Mahnmal der Welt bilden.

Auf Hiddensee wurden bisher sechs dieser Gedenktafeln installiert. Sie erinnern an die Malerinnen Clara Arnheim, Henni Lehmann, Käthe Loewenthal, Susanne Ritscher, Julie Wolfthorn und den Pädagogen Adolf Reichwein. Sie alle wurden aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder wegen ihres Engagements gegen das NS-Regime verfolgt, z. T. deportiert und ermordet.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

786 km² umfasst der größte Nationalpark Mecklenburg-Vorpommerns und erstreckt sich über den westlichen Teil der Ostseeküste Vorpommerns.

Neben Bereichen der Ostsee und des Westrügener Boddens gehören ebenfalls große Flächen Hiddensees und die boddennahe Küstenlinie Westrügens bis zum Bug auf Wittow dazu.

Ziel dieser Unterschutzstellung als Nationalpark ist die Erhaltung der Flach­wasser­gebiete der Ostsee sowie ihrer vielseitigen Flora und Fauna im Kontext der natürlichen Landschaftsdynamik. 

Outdoortipps

Ob per pedes, mit dem Rad, auf vier Beinen oder auf dem Wasser, auf Hiddensee bleibt niemand Stubenhocker.

Foto: ©TMV/Petermann

Radtouren

Die autofreie Insel ist ein Paradies für Zweirad-Fahrer. Das Wegenetz führt Euch quer über die gesamte Insel und präsentiert immer wieder fantastische Ausblicke.

Surf- und Segelschule

Im Sommer könnt Ihr hier surfen, segeln, SUPen, Kajakfahren, Yachttörns machen oder den Segelschein erwerben. Wasserspaß für Könner und alle, die es werden wollen.

Foto: ©TMV/Petermann

Wandern

Die vielfach unberührte Natur auf Rügens Schwesterinsel lädt mit Dünenheide, hügeligem Hochland, der Weite des Strandes und kargen Landzungen zu zauberhaften Touren ein.

Erlebnispfad „De lütt Küst“

Hier steht das Erlebnis im Vordergrund. Der Pfad zum Thema Wind, Wellen und Sand wurde zusammen mit den Junior Rangern der Insel gestaltet, sodass es hier jede Menge Spaß und Action an den Stationen gibt.

Reiten

Auf Hiddensee fahren nicht nur Kutschen, Ihr könnt auch selber auf dem Pferderücken Platz nehmen und von Kloster aus die Insel bei einem Ausritt erkunden.  

Essen & Trinken

Auf Hiddensee gehts kulinarisch eher herzhaft-deftig zu. Wie auf einer Insel zu vermuten, ist auch auf Hiddensee Fisch in sämtlichen Variationen und Arten auf den Speisekarten zu finden. Fangfrisch im Hafen angelandet und direkt verarbeitet, ein echter Leckerbissen auf dem Teller. Je nach Saison variiert das Angebot und unterstreicht die regionale Herkunft.

Auch der Sanddorn ist fest auf Hiddensee und mit dem Speiseplan verwachsen. Überall kann man die orangenen Beeren auf der Insel leuchten sehen, die vor allem zu Saft und auch zu Schnaps verarbeitet werden. Ein tolles Souvenir und immer gern gesehenes Mitbringsel für die Lieben daheim.

Foto: ©TMV/Petermann

Häfen auf Hiddensee

Drei Häfen stehen Euch auf Hiddensee zur Auswahl.

Neuendorf

Neben dem Fischereihafen der Insel befindet sich im Hafen Neuendorf auch ein Wasserwanderrastplatz. Die Fähren der Reederei Hiddensee und Wasser­taxis pendeln hier vom Anleger mehr­mals täglich zur großen Schwester­insel Rügen.

Foto: © TMV/Petermann

Vitte

Der Hafen Vitte ist der Versorgungs­hafen der Insel. Hier wird alles ange­landet, was auf der Insel benötigt wird. Hier befindet sich auch die Insel Information. Die Fähren der Reederei Hiddensee starten von Vitte täglich mehrmals zur Insel Rügen.

Kloster

Der Hafen bietet mit seinem großzügig angelegten Wasserwanderrastplatz reichlich Liegeplätze für Freizeit­kapitäne. Bei Fragen hilft die Zweig­stelle der Insel Information. Auch von Kloster pendeln die Fähren täglich zwischen Hiddensee und Rügen.