Tolle Orte zum Wandern auf Rügen

Rügen ist ein Traum, besonders zum Wandern. Solch ein gesunder Ausflug in die Natur ist rund ums Jahr eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen. Auf Rügen laden zahlreiche Wanderwege zu Bewegung in der Natur ein. Wir verraten Euch, wo Rügen so wunderbar wanderbar ist. Vergesst nicht die Kamera, um die besonderen Erlebnisse festzuhalten!


Wandern auf Rügen

Ob in Familie, mit dem Partner oder allein: Entdeckt Rügens abwechslungsreiche Landschaften zu Fuß. Über 800 Kilometer Rad- und Wanderwege warten darauf, von Euch erkundet zu werden, die weitläufigen Sand- und Steinstrände noch nicht mitgerechnet. Ob entlang der Hochufer auf Wittow, Jasmund oder Mönchgut, unter rauschenden Blätterdächern in Rügens Nationalparken, in den Zicker Alpen oder zwischen den weitläufigen Wiesen und Feldern im Süden Rügens. Die Insel bietet das gesamte Jahr über einen hohen Erholungsfaktor und tut richtig gut. Überzeugt Euch doch einfach selbst vom „Meer-Wert“!

Wanderbares Rügen

Auf Rügen laden zahlreiche Wanderwege zu Bewegung in der Natur ein. Ob auf eigene Faust oder mit professioneller Begleitung, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, wir haben Euch hier die schönsten Touren in die einzelnen Insel-Regionen zusammengestellt.


Ausflug in den Inselnorden

Wandern im Inselnorden Halbinsel Wittow inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Ruine am Strand von Kap Arkona

Der nördlichste Zipfel Rügens, die Halbinsel Wittow, wird aufgrund ihrer windausgesetzten Lage auch liebevoll „Windland“ genannt. Die abwechslungsreiche Landschaft ist geprägt durch die Steilküste im Norden und die flache Boddenlandschaft im Süden. Nur zwei Zuwegungen führen nach Wittow: die schmale Nehrung Schaabe, die das Windland mit der Halbinsel Jasmund verbindet, und die Wittower Fähre bei Vaschvitz, mit der man das sogenannte Muttland, den flächengrößten Inselteil Rügens, erreicht.Schon von Weitem fallen die Türme am Kap Arkona auf. Die Aussichtsplattform des Schinkelturms oder auch der Peilturm ermöglicht einen herrlichen Blick über die Halbinsel und die raue Ostsee. Mit bis zu 2000 Sonnenstunden pro Jahr gehört diese Region Rügens außerdem zu den sonnenreichsten Orten Deutschlands. Etwa 1 km nordwestlich des Kaps befindet sich der nördlichste Punkt Mecklenburg-Vorpommerns, der sogenannte Gellort. Zu seinen Füßen liegt am Strand der Siebenschneiderstein, einer der größten Findlinge Rügens. Es ist ein El Dorado für Fossilienjäger, denn an dieser Küste liegen viele Donnerkeile, Seeigel und Versteinerungen verborgen. Auch die kleinen Ortschaften auf Wittow sind trotz des rauen Wetters charmant. Neben alten Dorfkirchen, wie z.B. in Wiek oder Altenkirchen, finden sich in Vitt an mancher Hauswand neben den gewöhnlichen Hausnummern noch sogenannte Haus- und Hofmarken. Sie stammen vermutlich von den slawischen Runen ab und markierten im 19. Jahrhundert nicht nur Haus und Hof, sondern auch Vieh und Fischereigerät. Wo Rügens Norden sonst noch beeindruckt, erfahrt Ihr hier.


Jasmund entdecken

Koenigsstuhl Halbinsel Jasmund inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Königsstuhl
Nationalpark Jasmund inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Alte Buchenwälder
Nationalpark Jasmund 3365 | Inselzeitung Rügen
Victoriasicht
Nationalpark Jasmund Victoriasicht inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Kreideküste

Im Nordosten liegt die Halbinsel Jasmund. Hier befinden sich die berühmten Kreidefelsen, durch die der Küstenabschnitt zwischen Sassnitz und Glowe geprägt ist. Zusammen mit dem Buchenwald der Stubnitz bilden die Kreidefelsen den Kern des Nationalparks Jasmund.  Mit 3102 Hektar ist er der kleinste unter den deutschen Nationalparks. Hier findet Ihr auch die berühmten Kreidefelsen, die durch Romantiker wie Caspar David Friedrich Weltruhm erlangt haben. Das Gebiet liegt etwa 100 Meter über dem Meeresspiegel. Höchste Erhebung ist der 161 Meter hohe Piekberg. Hier könnt Ihr Milliarden Jahre alte Steine und sogar einen von einem Förster gepflanzter Mammutbaum aus Amerika entdecken. Das Motto im Nationalpark Jasmund lautet: Natur Natur sein lassen. Zu den Sehenswürdigkeiten auf Jasmund zählen außerdem die Feuersteinfelder bei Neu Mukran.

Erlebnispfade “Kreide” und “Wald”

Im Nationalpark Jasmund gibt es zwei neue Erlebnispfade zu entdecken. Entlang der Hauptwanderrouten zum Nationalparkzentrum Königsstuhl sind insgesamt 13 Stationen entstanden. Verschiedene Informationstafeln, Sitzgelegenheiten und Aktivitätsangebote laden zum Verweilen, Erleben und Staunen ein und sollen den Besuchern die sensiblen Schutzgebiete Kreide, Wald und Küste näherbringen.

Von Sassnitz aus führt der Erlebnispfad „Kreide“ entlang der Küste bis zum Nationalparkzentrum. Insgesamt 8 Stationen können dabei angesteuert werden, die zu den Themen Lebensraum Kreideküste sowie Wald und Meer und deren Schutzstatus informieren.

Der Erlebnispfad „Wald“ beginnt in Hagen. Entlang der Strecke erfahren die Besucher an insgesamt 5 Stationen viel Wissenswertes zu den Themen Altes Torfmoor, Buchenhallenwald, Totholz, den Herthasee sowie den Erlenbruch.

Verschiedene Sitzgelegenheiten wie Bänke, eine Hängematte oder Stelen ergänzen das Angebot. Highlight dabei ist der Königsstuhl, ein nahe bei der Victoriasicht aufgestellter Holzstuhl mit kronenförmiger Rückenlehne, der seinem Benutzer einen tollen Blick auf den „echten“ Königsstuhl und die Kreidefelsen bietet. Eine ganz neue Perspektive in die Baumkronen der Buchenwälder ermöglicht an anderer Stelle ein Spiegel, an der Station Herthasee erwartet ein sogenanntes Erzählrohr große und kleine Wanderer.

Wer beide Pfade erwandern möchte, muss Zeit für etwa 11 km einplanen. Die Strecken sind aber so konzipiert, dass man auch nur einzelne Stationen ansteuern kann.

Sassnitz-Wanderung

Sassnitz Kueste Wanderunge inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Entlang der Steilküste

In der Hafenstadt Sassnitz gibt es den Wanderweg “Rügenkreide erleben”. Der Weg ist ganzjährig begehbar und beginnt und endet am Sassnitzer Molenfuß, führt durch alte Kreidetagebaue bei Dargast, durch den Wald der Stubnitz, an den Überbleibseln der Wissower Klinken vorbei und zurück auf dem Hochufer der Kreide nach Sassnitz.

Die Wanderung beginnt in Sassnitz, der nordöstlichsten Stadt der Insel an der zweitlängsten Außenmole Europas (1.444 m). Folgt den eigens für diese Wanderung angebrachten Wegmarkierungen in den Farben: grün – weiß – blau (Grün – der Wald der Stubnitz, kleinster Nationalpark Deutschlands, Weiß – für Rügens Kreide, Blau – für das Wasser der Ostsee) und in einem grünen Kreis befindlichen weißen Pfeil mit blauer Aufschrift IVV (Internationaler Volksportverband) bis in den Stadthafen von Sassnitz.

Ca. 100 Meter vor dem Hafenmuseum biegt Ihr rechts ab. Über eine Treppe und die Stiftstraße gelangt man zur Hauptstraße. Links vorbei gehen an der Rügengalerie bis zum Kreisverkehr – dann die erste Abfahrt nehmen und unmittelbar nach dem Kreisverkehr links in die Merkel Straße abbiegen bis zu den Bahnschranken. Dann geht’s rechts ab in die Waldmeisterstraße.

Am Ende des alten Friedhofes verlasst Ihr die rechts abbiegende Waldmeisterstraße und geht geradeaus weiter in ein leicht ansteigendes Waldgebiet, die Crampasser Berge. Am Waldrand führt der Weg geradeaus durch den Birkengrund bis zur Landstraße Sassnitz / Buddenhagen. Diese überquert Ihr und geht geradeaus in Richtung Dargast weiter. Übrigens: unmittelbar rechts des Wanderweges befindet sich ein interessantes Feuchtbiotop.

Die Wanderung führt durch Dargast, vorbei am Kunst- und Gewerbehof und durch die Überreste alter Kreidetagebaue. Direkt vor einem Waldstück „Sehlitzer Kruft“ folgt Ihr der Wegmarkierung auf den Findlingen am Wegesrand. Rechts weiter bis zum Ende des Weges gehen und hier rechts ab bis Rusewase. Dann bis zur Ausflugsstätte Waldhalle.

Unmittelbar am Hochufer der Waldhalle finden wir die Überreste der Wissower Klinken, die Euch einen wunderschönen Ausblick auf die weiße Kreideküste und das Meer ermöglichen. Etwa 10 Minuten vor dem Ausgang der Stubnitz zum Parkplatz “Am Wedding” führt Euch eine Holztreppe runter zum Strand. Haltet Euch rechts und folgt dem Uferverlauf, er führt Euch an “Klein Helgoland” und dem Kurplatz vorbei zur Promenade, wo die Wanderung endet.

Mit freundlicher Empfehlung vom Wanderverein “Wanderfreunde SBG Rügen e.V.”


Wandern auf Mönchgut

Wandern in den Zickerschen Bergen inselzeitung ruegen | Inselzeitung Rügen

Die Halbinsel Mönchgut gehört zu den abwechslungsreichsten Regionen, landschaftlich und kulturell. Mönchgut ist seit 1991 anerkanntes UNESCO Biosphärenreservat und als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Hier kann der Wanderer neue Kraft schöpfen, die frische Meeresbrise einatmen und sich dem Rhythmus der Natur hingeben. Je nach Jahreszeit kann man an den Küsten des Schutzgebietes sogar Kegelrobben beobachten.

In den Ostseebädern Binz, Sellin, Baabe und Göhren hingegen pulsiert in den Sommermonaten das Leben. Die ehemaligen kleinen Fischerdörfer wandelten sich mit Beginn des Bädertourismus im 19. Jahrhundert nach und nach zu den heutigen Ostseebädern. In den liebevoll restaurierten Häusern im Stil der Bäderarchitektur befinden sich Hotels, Pensionen, Restaurants, Kneipen und Geschäfte. Auf den Kurplätzen musizieren Künstler und Bänke laden zum Verweilen ein.

Die kilometerlangen Strände bieten beste Voraussetzungen, um sportlich aktiv zu sein. Neben dem reinen Strandvergnügen bieten die Ostseebäder und ihre Umgebungen bis zum südlichsten Zipfel der Insel nach Thiessow zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten, die sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken lassen. Holt Euch hier mehr Infos für Eure Tour.


Inselmitte von Rügen erkunden

Benedix Haus Bergen Markt inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Benedix-Haus in Bergen am Markt

Im Herzen der Insel liegt die Stadt Bergen. Wer den Weg zum Marktplatz auf sich nimmt, wird schnell merken, wie die Stadt zu ihrem Namen kam: Aus allen Richtungen geht es stets aufwärts. Schon die Slawen nannten den Ort „Gora“ („Berg“). Später wies der lateinische Name „Villa Montis“ auf die Lage hin.  Heute hat Bergen rund 15.000 Einwohner und ist Verkehrsmittelpunkt der Insel.

Das Benedix-Haus, eines der ältesten Fachwerkhäuser Rügens, befindet sich direkt am Markt und beherbergt heute die Touristinformation. Direkt dahinter befindet sich die Klosterkirche St. Marien, der älteste erhaltene Backsteinbau in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Vom Ernst-Moritz-Arndt-Turm, der mit 91 m über NN auf dem Rugard steht, hat man einen tollen Rundblick über die Insel bis hin nach Stralsund und Hiddensee. In der Umgebung gibt es zahlreiche kleinere Ortschaften mit herrschaftlichen Gutshäusern und Parkanlagen.

Bergen-Wanderung

Nonnensee Kastanienallee Inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Die Kastanienallee am Nonnensee

Diese Wanderung beginnt am Rugard-Parkplatz. Folgt dem Parkleitsystem bis Ihr nach wenigen Minuten den Marktplatz von Bergen erreicht. Hier befindet sich auch die Touristinformation, im ältesten Fachwerkhaus der Stadt. Nur wenige Schritte entfernt steht das älteste, erhaltene Gebäude Rügens, die Marienkirche (1193 zur Klosterkirche geweiht). Daneben befindet sich das Kloster mit dem Stadtmuseum. Weiter geht´s über die Kirchstraße bis zum Ende der Bahnhofstraße. Bahngleise Über die Fußgängerbrücke könnt Ihr die Bahngleise überqueren. Links liegt dann die Molkerei, wo man früher den Rügener Badejungen®, eine Käsespezialität der Insel, erwerben konnte. Weiter geradeaus überquert Ihr die Bundesstraße 96 an der Ampel und danach die Landstraße nach Gingst.

Vor Euch liegt nun der Nonnensee, eine Rast- und Brutstätte vieler Schwäne, Enten, Gänse und Kormorane. Auf der ehemaligen Schmalspurbahnstrecke von Bergen nach Altenkirchen führt der Weg rechts entlang durch eine Kastanienallee. In unmittelbarer Ufernähe des Nonnensees bietet ein Aussichtsturm Blick aus der Vogelperspektive.

Verlasst dann den Rundwanderweg und wandert am Waldrand in Richtung Patzig. Vorbei an Hünengräbern, durch Wiesen und Felder bis zum Waldgebiet vor Patzig geht Ihr dann rechts nach Jarnitz, nur wenige Schritte hinterm Sägewerk rechts auf den Europäischen Fernwanderweg E 10. Am Chausseehaus müsst Ihr die B 96 überqueren und der Beschilderung des E 10 (quergestreift weiß-blau-weiß) folgen in Richtung Zittvitz.

Kurz vor dem Ort verlasst Ihr den Weg, geht geradeaus und haltet auf einer Anhöhe für den herrlichen Panoramablick über den kleinen Jasmunder Bodden mit seinen Halbinseln und Inseln inne. Weiter geht’s dann nach rechts in das Waldgebiet von Bergen, den Rugard. Hier befindet sich die –Freilichtbühne und der berühmte Aussichtsturm von Bergen. Dieser wurde 1877 zum Gedenken an den Rügener Schriftsteller und Historiker Ernst-Moritz Arndt erbaut. Weitere 80 Stufen zur Turmspitze trennen Euch, um zum Abschluss der Wanderung einen faszinierenden Rundblick über die Insel zu erleben. Ihr befindet Euch nun in der Nähe vom Rugard-Parkplatz, wo die Wanderung begann und nun endet.

Mit freundlicher Empfehlung vom Wanderverein „Wanderfreunde SBG Rügen e.V.“


Südrügen zu Fuß entdecken

Suedruegen Glewitzer Faehre inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Am Strand vom Glewitzer Hafen

Den südlichsten Punkt von ganz Rügen, den Palmer Ort, findet man auf der Halbinsel Zudar.
Von hier pendelt in der Saisonzeit die Glewitzer Fähre zum Festland bei Stralsund, gerade in der Hauptreisezeit eine willkommene Entlastungsstrecke. An ihrer schmalsten Stelle ist die Halbinsel nur ca. 900 Meter breit, sodass eine Erkundung per Pedes keinen großen Aufwand darstellt. Diese schöne Region hat besonders Ernst-Moritz-Arndt für seine Werke inspiriert. Lest hier mehr darüber.


Westrügen

Kraniche Rastplatz Ruegeninsel Ummanz inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Kraniche im Landeanflug

Das seit 1901 durch eine 250 Meter lange Brücke mit Rügen verbundene Eiland Ummanz ist mit etwa 20 Quadratkilometern die viertgrößte Insel Mecklenburg-Vorpommerns. An kaum einer Stelle erhebt sich Ummanz mehr als drei Meter über dem Meeresspiegel. Bekannt ist die Insel vor allem als Schlaf- und Rastplatz für Kraniche.

Naturerlebnispfad Ummanz

Ummanz Naturlehrpfad Foerster Rudolph inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Förster Rudolph

Das Förderprogramm „Steigerung des öffentlichen Wertes von bewaldeten Flächen“ trägt auf der Insel Ummanz neue Früchte. Dort treffen die Besucher auf den Förster Rudolph, eine lebensgroße Holzfigur, die über die Stockwerke des Waldes, die Kiefer, den Baum für alle Fälle, oder das Geheimnis des schütteren Buchenwaldes informiert. Förster Rudolph war der erste Förster auf Ummanz und Pionier der Forstwirtschaft auf Rügens kleiner Schwesterinsel

An interaktiven Stationen kommen die Besucher ins Staunen, so auch auf der Lausch-Insel, einer Liege mit zwei großen Trichtern, in denen die Geräusche der Natur eingefangen werden. Es wurden so genannte Orientierungs-, Überzeugungs- und Attraktionszonen eingerichtet, Orte, die überraschen und begeistern. Die Zielgruppen: Familien sowie Kinder- und Jugendgruppen, die Ruhe, Erholung und Genuss aber auch attraktive Rastmöglichkeiten und Erlebnisangebote suchen. Garantiert wird auch eine abwechslungsreiche Wegeführung.


Wandern auf Hiddensee

Das „söte Länneken“, wie die kleine autofreie Schwesterinsel von Einheimischen liebevoll genannt wird, hat feinsandigen Strand, Heidelandschaft, Steilküste, Boddenufer, kleine Ortschaften und vor allem Stille zu bieten. Einzige Fortbewegungsmittel sind das Pferdefuhrwerk oder das Fahrrad.

Zahlreiche Fußwege verlaufen abseits der Hauptrouten durch die wunderschöne Insellandschaft. Mehrere Naturschutzgebiete und Nationalparke präsentieren sich den Wanderern in ihrer ganzen Vielfalt. Ob flache Landzungen, Dünenheide, kilometerlange Sandstrände oder das seichte Hochland des Dornbuschs, fehlende Abwechslung kann man hier nicht beklagen.

Hiddensee-Wanderung

Hiddensee am Leuchtturm Klausner inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Vor dem Hiddenseer Leuchtturm

Charmant, kulturvoll und natürlich präsentiert sich Euch die kleine Insel Hiddensee. Um diese besondere Region vollauszukosten, empfehlen wir diese Wanderung. Wenn Ihr mit dem Schiff nach Vitte übergesetzt habt, dann lauft über den Deich bis ins Ortszentrum. Ihr passiert die Blaue Scheune, das Künstlerhaus des Malers Fink, und lauft vorbei an der Windmühle bis an den Ostseestrand. Haltet Euch dann rechts bis Ihr die Steinmole in einem Kilometer erreicht. Wenn Ihr den Hauptweg nehmt, gelangt Ihr zum Inselmuseum und Gerhart-Hauptmann-Haus. Hier lohnt sich ein kurzer Stopp, um mehr über Hiddensees kulturelle Seite zu erfahren

Nach ca. 50 m folgt Ihr dem Weg links zwischen zwei Gartenzäunen, vorbei an der biologischen Station und der Außenstelle der Uni Greifswald. Weiter geht es geradeaus in Richtung Ostsee, wo Ihr mit einem faszinierenden Meeresblick bis hin zur dänischen Insel Mön belohnt werdet. Folgt dem Wanderweg noch ca. 2,5 km Richtung „Klausner“, nehmt den Plattenweg links bis Ihr zum Leuchtturm auf dem Dornbusch gelangt. Vom Bakenberg habt Ihr einen fantastischen Blick über Hiddensee bis Stralsund und Rügen.

Über die Klausnertreppe gelangt Ihr hinunter an den Strand, ca. 100 m weiter liegt die Svantevitschlucht. Auf dem Bakenberg folgt Ihr dem Wegweiser bis zur Kirche. Sie ist die Einzige auf Hiddensee, 1332 gebaut und geweiht. Weiter geht es auf dem befestigten Hauptweg entlang der Bernsteinwerkstatt und dem Gerhart-Hauptmann-Haus wieder in Richtung Vitte. Nach ca. einem Kilometer kommt Ihr zum Nationalparkhaus mit seiner Ausstellung über die Bedeutung Hiddensees in der vorpommerschen Boddenlandschaft. Ihr erreicht dann wieder Vitte vom Norden, wo die Wanderung begann.

Mit freundlicher Empfehlung vom Hotel „Atrium am Meer“ im Seebad Juliusruh.


Wandern auf Rügen mit der Familie

Wandern auf Ruegen mit der Familie inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Für Groß und Klein

Auch die schönsten Familienwanderungen dürfen hier nicht fehlen. Die Insel bietet ein vielseitiges Ausflugsprogramm für jedes Alter. Besonders zu empfehlen sind auch die zahlreichen Veranstaltungen rund um das Naturerbe Zentrum Rügen.


Wandern auf Rügen mit Hund

Wald, Wiese und Strand: Wandern auf Rügen ist Natur pur. Und deshalb fühlen sich die Hunde dabei auch so pudelwohl. Alle individuellen Touren sind auch mit Hund möglich. Der Schutz der Natur steht auf Rügen an oberster Stelle. Wenn Ihr in den Naturschutzgebieten, Nationalparks oder im Biosphären-Reservat unterwegs seid, haltet Euch bitte an die Leinenpflicht. Hier findet Ihr weitere Tipps für Euren Aufenthalt mit Hund.


Pilgern auf Rügen

Pilgern liegt voll im Trend. Auf Rügen gibt es verschiedene Angebote, um spirituell zu wandern. Wenn Ihr Euch allein auf Pilgerreise begeben wollt, stehen Euch in der Region Rügen 9 abwechslungsreiche Pilgerwege zur Auswahl. Die wohl bekannteste Pilgerstrecke ist der 310 km lange Weg der Heiligen Birgitta. 1341 begab sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Ulf auf Pilgerreise von Schweden nach Santiago de Compostella. Damals gingen Pilger von Schweden kommend noch im Stralsunder Hafen an Land. Heute beginnt die Reiseroute der so genannten Via Baltica in Sassnitz. Die erste Pilger-Etappe führt in das Zentrum der Insel und verläuft über Bergen nach Stralsund.


Geführte Wanderungen zu Fuß und mit dem Rad

Wer gern mehr über die Insel erfahren möchte, der nimmt an einer der zahlreichen geführten Wanderungen teil. Alle Termine findet Ihr auch hier in unserem Veranstaltungskalender.

Geführte Wanderung zu den Feuersteinfeldern

Feuersteinfelder Mukran Wanderung inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Die Feuersteinfelder von Mukran

Die Feuersteinfelder Mukrans gehören zu den großen Phänomenen der Insel Rügen. Entdecken Sie auf der Exkursion mit den Naturführern des Naturerbe Zentrums Rügen das einmalige steinerne Meer. Gebildet wurde es vor ca. 4000 Jahren und erzählt die wechselvolle Geschichte einer vergangenen Landschaft.

Der in der Kreidezeit entstandene Feuerstein wurde durch die letzten Eisberge in Vorpommern umgelagert, empor gepresst und transportiert. Zu einer Zeit als der Wasserspiegel der Ostsee noch höher war, haben Sturmfluten die Feuersteine ins Inselinnere verlagert. Wandelt zwischen Wacholderhainen und werdet Teil einer Kulturgeschichte, die bis in die Steinzeit zurückgeht.

Termine: 29.10., 12.11., 26.11.2020 Start ist jeweils um 10 Uhr am Parkplatz Feuersteinfelder in Mukran. Anmeldung beim Naturerbe Zentrum Rügen telefonisch unter 038393 662200. Dauer ca. 3 Std., festes Schuhwerk nicht vergessen.

Geführte Rangerwanderung ins Seedorfer Hügelland

Seedorfer Huegellandschaft Moritzburg Inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Fischerdorf Moritzdorf

Vom Parkplatz Moritzdorf geht es in den von Fürst Wilhelm Malte zu Putbus im Jahr 1841 gegründeten Ort mit seinen wunderschönen reetgedeckten Häusern. Einige der Häuser stammen aus der Zeit der Ortsgründung und sind bis heute erhalten.

Auf der Tour durch den Ort erfahrt Ihr Interessantes zur Ortsgeschichte und zur Geschichte des Hotels Moritzdorf. Danach führt die Wanderung entlang des Wanderweges in Richtung Seedorf. Auf dem Weg in den kleinen Fischerort könnt Ihr eine vielfältige Flora erleben. Seedorf wurde bereits in der Zeit der Napoleonischen Kriege (1792-1815) von der Schwedischen Flotte als Naturhafen für die Versorgung genutzt. Von dort aus geht es durch das Seedorfer Hügelland mit seinen wunderschönen Ausblicken in Richtung Baabe und Sellin zurück nach Moritzdorf.

Termine: April bis Ende Oktober. Start ist am Parkplatz in Moritzdorf, Anmeldung unter 038301 88290. Ca. 3 Std., max. 10 Teilnehmer, nur mit Anmeldung, ein Mund-Nasenschutz wird empfohlen.

Familienführung am Strand

Strandwanderung Fossilien Inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Ein typischer Hühnergott

Woher kommt aber so viel Sand und Wasser? Und welche Muscheln gibt es hier? Warum sind kleine Löcher im Spülsaum? Bei dieser Führung können die Teilnehmer lernen, was man am Strand alles finden kann. Wer das wissen möchte, kommt mit auf die ca. einstündige Tour!

Veranstaltung: Die Biester unterm Badetuch – Was wir am Strand finden können.
Termine: 30.10.2020 jeweils um 11.00 Uhr. Treffpunkt am Hafen Glowe, vor der Tankstelle. Max. 15 Teilnehmer, Teilnahme nur mit Voranmeldung möglich.

Das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung wird empfohlen. Bitte halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand zu den anderen Teilnehmern. Anmeldung und Infos bei der Tourist-Info Glowe, Tel. 038302/5221, E-Mail info@glowe.de
5,- € pro Person, Kinder und Glowe-Kurkartenbesitzer frei.

Naturerlebnis-Wanderung

Naturerlebnis Wanderung Nationalpark Jasmund Inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Lebensräume entdecken

Lasst Euch von der einzigartigen Natur inspirieren und erfahrt mehr über die atemberaubenden Lebensräume sowie die Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark Jasmund.
Termine: April bis Oktober. Start ist an der Anmeldestation im Foyer des Nationalpark-Zentrums Königsstuhl

Wandern durch Göhrens Fischereigeschichte

Fischereigeschichte c perry wunderlich | Inselzeitung Rügen
© Perry Wunderlich

Wohl kaum ein Beruf ist an der Küste typischer und häufiger zu finden, als der des Fischers. Gerade die Insel Rügen, mit ihren abwechslungsreichen Küsten- und Boddenlandschaften, wurde über Jahrhunderte durch das Handwerk des Fischfangs geprägt. Egal ob am Strand oder Hafen, draußen auf See oder im ruhigen Boddengewässer, bis heute finden sich dort Boote, Netze, Reusen und anderes Fischereigerät. Bei der kurzweiligen Wanderung „Auf Fischers Spuren“ rund um Göhren erfahren die Gäste an passenden Schauplätzen interessante Geschichten zur Fischerei in der Region von anno dazumal bis heute.

Termin: „Auf Fischers Spuren“ in Göhren
14.11. und 28.11.2020 von 11 bis 13 Uhr, Innenhof Haus des Gastes in Göhren, Anmeldung unter der Telefonnummer 038308 66790 erforderlich.

Naturspektakel Kranichwanderung in Glowe

Naturspektakel Kranichwanderung inselzeitung | Inselzeitung Rügen
Kraniche – Vögel des Glücks

Entdeckt gemeinsam mit erfahrenen Naturführern interessante Tier- und Pflanzenarten. Höhepunkt der abendlichen Wanderung durch die abwechslungsreiche Boddenlandschaft um Glowe ist die Beobachtung des Einflugs der „Vögel des Glücks“ in ihr kleines Schlafgewässer im Naturschutzgebiet.

Termine: immer zum Vogelzug im Herbst
Treffpunkt vor der Tourist-Info Glowe, Boddenmarkt 1,18851 Glowe. Max. 15 Teilnehmer, Teilnahme nur mit Voranmeldung möglich. Das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung wird empfohlen. Bitte halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand zu den anderen Teilnehmern. Anmeldung und Infos bei der Tourist-Info Glowe, Tel. 038302/5221, E-Mail info@glowe.de
5,- € pro Person, Kinder und Glowe-Kurkartenbesitzer frei.