Natur

Rügen – ein Robben-Paradies

Was: Robbenbestand
Wann: 2018
Wo: Ostsee

Vor der deutschen Ostseeküste sind im Frühjahr so viele Kegelrobben gesichtet worden wie seit mehr als 100 Jahren nicht. Die bis zu zweieinhalb Meter großen Säuger gelten seit etwa 100 Jahren an der Südküste der Ostsee als ausgerottet. Bei Zählungen im Greifswalder Bodden und an der Greifswalder Oie wurden in den vergangenen Tagen knapp 300 Tiere entdeckt worden. Bei einer Ausfahrt zum Großen Stubber – einer Untiefe im Greifswalder Bodden – wurde eine große Gruppe von rund 200 Robben gesichtet. An der Greifswalder Insel Oie konnten weitere 90 Tiere verzeichnet werden.

2018 wurden erstmals Robbenbabys an der Küste entdeckt. Forscher und Umweltverbände werten dies als Indiz für weiter wachsende Robbenbestände an der südlichen Ostseeküste. Mit der Rückkehr der Robben gehen aber auch Konflikte einher, denn als Fischjäger und Raubtier richten diese auch Schäden an. Fischerei und Naturschutz müssen jetzt gemeinsam Lösungen für den Artbestand finden. Die Zahl der Kegelrobben an der deutschen Ostseeküste schwankt jahreszeitlich sehr stark. Spitzenwerte werden immer im März und April während der Heringslaichzeit gezählt. Ab Mai sinkt die Zahl der Meeressäuger an der deutschen Küste wieder drastisch. Die Forscher nehmen an, dass die Robben sich dann in ruhigere skandinavische Küstengebiete zurückziehen.

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