Rügens Kraftorte, die Euch Energie verleihen

Das Problem kennen wir alle: In unserer schnelllebigen Zeit ist es nicht so einfach zur Ruhe zu kommen. An diesen besonderen Kraftorten auf Rügen erfahrt Ihr ein intensives Naturerlebnis und spürt deren magische Energie. Wir entführen Euch zu Plätzen, die Bärenkräfte in Euch wecken. Sie werden Euch noch lange begleiten.


Die Kraft der Bäume

Wälder sind Kraftquellen, die uns helfen zur Ruhe zu kommen. Diese besonderen Wälder und Parks Rügens strotzen nur so vor Energie.

Nationalpark Jasmund

Nationalpark Jasmund

Wo die „Alten Buchenwälder“ von Menschenhand fast unberührt sind, beherbergt der Nationalpark Jasmund ein einzigartiges Stück unversehrter Natur. Es ist von so herausragender Bedeutung, dass die UNESCO es zum Weltnaturerbe erklärte.

Die „Alten Buchenwälder“ Jasmunds gehören zu den letzten alten unversehrten Wäldern Europas. Hier besteht der natürliche Kreislauf von Werden und Vergehen noch ewig fort. Auf Jasmund findet man die Wälder in einmaliger Komposition, verbunden mit dem weiten Blick über die Ostsee und ihrer dynamischen Kreideküste.

Es ist die besondere Durchsetzungskraft, welche die Buchenwälder auszeichnet. Sie haben es nach der Eiszeit geschafft, weite Teile Europas – aus ihren kleinen Rückzugsgebieten heraus – wieder zu besiedeln. Dieser Prozess ging, Seite an Seite, mit der menschlichen Besiedlung Europas einher. So wuchs die gemeinsame Geschichte von Mensch und Buchenwald, die nun seit mehr als 4000 Jahren anhält.

Alte unversehrte Buchenwälder sind heute nur noch in wenigen Teilen Europas zu finden. Sie zählen weltweit zu den stark bedrohten Lebensräumen. Gemeinsam können wir die Geschichte der “Alten Buchenwälder“ jetzt neu erzählen. Seite an Seite und in allen Sprachen der Welt.

Schlosspark in Putbus

Schlosspark Putbus

Der Landschaftspark in der Residenzstadt Putbus hat eine lange Geschichte. Bereits um das 18. Jahrhundert herum ließ Graf Moritz Ulrich diesen gestalten. Sein Urenkel und Ortsgründer von Putbus, Wilhelm Malte, perfektionierte den Garten nach englischem Vorbild. Dieser diente in erster Linie zur Repräsentation des Hauses, zur Unterhaltung, Erholung und zum Anbau von Gartenkräutern. Die Parkanlage wird geprägt durch die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude: die Orangerie, den Marstall und die Schlosskirche. Ein imposantes Standbild des Fürsten Wilhelm Malte (1783 – 1854), welches seine Frau für ihn erschaffen ließ, erinnert an sein Leben und seinen Beitrag für die Stadt Putbus. Das Denkmal Maltes ist mit Blick auf sein einstiges Schloss ausgerichtet, welches aus politischen Gründen zu DDR-Zeiten abgerissen wurde.


Die Kraft der Steine

Steine üben seit Beginn der Menschheit eine besondere Faszination auf uns aus. Frühe Kulturen verwendeten sie als Schmuck, Heilmittel oder Beschützer. An diesem Ort auf Rügen gibt es eine riesige Ansammlung von Steinen, die kraft- und geheimnisvoll zugleich wirkt.

Feuersteinfelder bei Mukran

Feuersteinfelder

Nördlich des Ostseebades Binz, am Ortseingang von Mukran, befinden sich die Feuersteinfelder. Diese Gesteinsansammlung entstand vermutlich vor 4.000 Jahren, als der Meeresspiegel noch 1 bis 1,5 Meter höher lag als heute. Sie setzt sich zu 90 Prozent aus Feuersteinen zusammen, der Rest sind kristalline Geschiebe nordischer Herkunft.

Die Feuersteinfelder sind ein beliebtes Ausflugsziel. Von Mukran (Parkplatz „Feuersteinfelder“) aus ist ein Wanderweg ausgeschildert. Die Kurverwaltung Binz bietet zu bestimmten Terminen geführte Radwanderungen an. Ihre Einmaligkeit macht die Schmale Heide mit den Steinfeldern zu einem Naturereignis von internationalem Rang. Das Naturschutzgebiet der Schmalen Heide ist 40 Hektar groß. Hauptbestandteil sind 14 hintereinander liegende und etwa zwei Kilometer lange, parallel zur Ostseeküste verlaufende Geröllwälle. Das grau-weiß schimmernde Feuersteingeröll liegt etwa einen Meter hoch. Dazwischen findet man eine aufgelockerte Vegetation mit Bäumen, Sträuchern, Flechten und Heidekraut, darunter auch geschützte Arten wie Sonnentau, Knabenkraut und Krähenbeere. Seltene Vogelarten, Schwarzwild sowie Kreuzottern und Schlingnattern sind hier heimisch.


Die Kraft des Wassers

Wasser ist Urquelle des Lebens. Nicht nur von der Ostsee geht diese besondere Energie aus. Auch rund um Rügens Seen spürt man heilsame Kräfte und wohltuende Wirkungen.

Herthasee auf Jasmund

Herthasee

Der etwa 11 Meter tiefe See ist kreisförmig und befindet sich direkt an dem Wanderweg zwischen dem Besucherparkplatz in Hagen und dem Königsstuhl. Unzählige Sagen umgeben diesen mystischen See. In diesem unmittelbar neben der Herthaburg liegenden Waldsee soll die Göttin Hertha zur Erntezeit nach einer anstrengenden Fahrt über das Land gebadet haben. Der Sage nach sollen Dienerinnen und Diener den Wagen gewaschen und Hilfe bei den heiligen Handlungen geleistet haben. Anschließend sollen sie im See ertränkt worden sein, um nichts von alledem auszuplaudern. Heute sollen sich die Ertränkten häufig am Ufer versammeln.

Nonnensee bei Bergen

Nonnensee

Ein Paradies für Mensch und Tier – so könnte man Bergens Naherholungsgebiet Nonnensee beschreiben. Der Nonnensee ist ein ca. 75 Hektar großes, renaturiertes Gewässer mit zwei Beobachtungstürmen und Informationstafeln.

Ein knapp fünf Kilometer langer Radwanderweg führt um den flachen See, der sich nordwestlich der Inselhauptstadt erstreckt. Auf abgestorbenen Baumkronen erspähen Kormorane ihre Beute. Im Schilfgürtel brüten Graugänse. Und über allem kreist der König der Lüfte, der Seeadler. 70 Hektar umfasst der Binnensee, der zum Landschaftsschutzgebiet Nordrügensche Bodden und Nonnensee gehört und unter Naturschutz steht.

Von zwei Aussichtstürmen haben Wanderer einen fantastischen Blick über das bedeutende Wasservogelgebiet im Herzen der Insel Rügen – laut Naturschutzbund sind in den letzten zehn Jahren über 80 an Freiwasserflächen gebundene Vogelarten nachgewiesen worden.

Wie der Nonnensee entstand

Wie der See zu seinem Namen kam? Der ist den Nonnen des ehemaligen Klosters der Stadt Bergen zu verdanken.
Der Sage nach soll hier zu früheren Zeiten ein Kloster gestanden haben. Da die Nonnen ein nicht sehr frommes Leben führten, ließ Gott eines Tages eine Sturzflut vom Himmel her auf das Kloster hereinbrechen und es untergehen. Seitdem sollen die Geister der ertrunkenen Nonnen junge Männer angelockt und, als diese der Wasseroberfläche zu Nahe kamen, in den See gezogen haben.

Um Weideland zu gewinnen, wurde der See um 1970 trockengelegt. Ungefähr 23 Jahre später wurde das Schöpfwerk abgestellt und der See bildete sich erneut.


Die Kraft des Windes

Wind ist ein weiteres Element, dass sich positiv auf unsere Stimmung auswirkt. Wer sich an einem Kraftort befindet, der durch Wind gekennzeichnet ist, fühlt sich wie neu geboren.

Mühlenpark in Altensien

Mühlenpark Altensien

Zwischen Neukamp am Rügenschen Bodden und Thiessow auf Mönchgut hat es einst 27 Mühlen gegeben. Eine davon war die kleine Bockwindmühle in Altensien. Gerade wegen ihrer geringen Größe ist sie etwas ganz Besonderes – eine bäuerliche Kleinmühle zum Schroten. Nur »de Fischermöhl« in Neukamp und das Mühlchen in Thiessow sind mit ihr vergleichbar.

2006 hat der letzte Mühlenbaumeister Mecklenburg-Vorpommerns die Altensiener Mühle neu erbaut. Nach alten Ansichten und den Hinweisen von Erwin Schälke (1919 – 2006), der als Junge damit für den elterlichen Hof geschrotet hat.

Der Mühlenpark soll nicht nur auf ein altes Handwerk aufmerksam machen, sondern in einer Ausstellung im Gerätehaus die Mühlengeschichte im Südosten der Insel Rügen wieder lebendig werden lassen. In der Saison gibt es regelmäßig Mühlentage, an denen u.a. in einem Holzbackofen schmackhaftes Brot nach alten pommerschen Rezepten gebacken wird. Termine findet Ihr in unserem Veranstaltungskalender.


Die Kraft der Seele

Zu einigen Orten Rügens fühlt man sich innerlich hingezogen, weil sie als Teil unserer Kulturgeschichte eine spürbare Seele verkörpern. Hier verbinden sich Seelen mit der kraftvollen Natur, man findet neu zu sich selbst und schöpft Energie. Ein Spaziergang entlang dieser Orte wird Euch mit seinen magischen Aussichten in Erinnerung bleiben.

FriedWald im Schlosspark Pansevitz

FriedWald Pansevitz

Inmitten der Insel Rügen liegt der Schlosspark Pansevitz. Hier ist erstmals ein FriedWald entstanden, der als Park betrieben wird. Für die Stiftung Park Pansevitz, die den historischen Park erhält und pflegt, ist der Nutzen durch den FriedWald die Chance, das Naturdenkmal dauerhaft zu erhalten.

Der Park mit der Ruine des Gutshauses Pansevitz gehört als lebendiges Denkmal der Park- und Gartengestaltung zu den wertvollsten Parkanlagen auf Rügen. Landschaftlich besonders reizvoll wird er durch Teiche, Alleen und wundervolle alte Einzelbäume. Die angrenzenden Wiesen und Wälder vervollständigen die romantische Landschaft.

Der FriedWald ist eine alternative Bestattungsform. Die Asche Verstorbener wird direkt an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Ein FriedWald ist Teil eines großen Waldgebietes, das zu einer Friedhofsfläche umgewidmet wurde. So eröffnet sich eine natürliche und würdevolle Alternative zu den bislang gewohnten Bestattungsritualen. Die Grabpflege übernimmt dabei die Natur.

Diese Symbiose aus weitläufiger Parklandschaft und dem sich zu Füßen der Bäume schließenden Kreislauf des Lebens macht einen Besuch in Pansevitz zu einem eindrucksvollen Erlebnis.

Falladasicht auf Wittow

Rügen war stets Rückzugsort und Quelle der Inspiration für Künstler. Auf Wittow hielt sich – neben Caspar David Friedrich, Ludwig Gotthard Kosegarten u.a. – besonders Hans Fallada gern und häufig auf. Direkt am Wanderweg, der vom Kap Arkona Richtung Westen führt, befindet sich die „Falladabank“. Die an der „Falladasicht“ aufgestellte Bank ist die erste, die auf Wittow an berühmte Personen aus Kunst, Kultur und Geschichte erinnert.

Auf langen Wanderungen fand der sonst recht turbulent und exzentrisch lebende Fallada Ruhe und Kraft, um seinen Rügen-Wittow-Roman „Wir hatten mal ein Kind“ zu Papier zu bringen. Durch Besuche in Gudderitz bei seinem Freund, dem Gutsherren Johannes Kagelmacher, lernte er die Halbinsel kennen und lieben. Wer nach der Lektüre aufmerksam auf Wittow unterwegs ist, erkennt viele Originalschauplätze, auch wenn Fallada Ortsnamen und Bezeichnungen leicht veränderte.

Heute kann man an einem dieser Lieblingsplätze Falladas entspannt rasten, hoch oben über dem Meer. Und wird hier schnell feststellen, warum dieser Ort so beeindruckt. Wer wie Fallada das Glück hat, diesen Ort für sich allein vorfinden zu können, der kann seinen Gedanken freien Lauf lassen.

Friedensberg in Sellin

Friedensberg

Man muss weder Esoteriker noch spirituell sein, um festzustellen, dass dieser Ort an der Ostsee etwas Besonderes ausstrahlt. Über den kleinen Hügel mitten im Wald von Sellin sagt man, dass schon die alten Germanen ihn als Gerichtsplatz nutzen, um den Frieden in der Gemeinschaft zu sichern. Diese energetische Kraft des Friedensbergs ist auch heute noch spürbar. Schilder weisen Euch den Weg und markieren die besonderen Energieplätze.

Was den Friedensberg zu magisch macht, erfahrt Ihr hier.
TIPP: Um Rügen zu erkunden, empfehlen wir Euch die Rügen-App als mobilen Reiseführer.

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Eva-Maria

Eva-Maria

Mit ihrem geschulten Rügen-Kennerblick erkundet Eva-Maria gern mit ihrer Familie die ganze Insel und zeigt Euch ihre Lieblingsplätze. Im Südosten der Insel Rügen verbrachte sie ihre Bullerbü-Kindheit und ging dann zum Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften nach Wien. Vom Land in die Stadt, vom Meer auf den Berg: nach diesem Kontrastprogramm hat sie wieder auf Rügen Fuß gefasst. Was sie mit Rügen verbindet? Heimat, die tägliche Dosis Meer und ein Gespür für die Eigenarten der Rüganer, die trotz kühlem Wesen ein großes Herz für ihre Insel haben.