„Richtig Rügen Reisen“- Ein Reisebericht

Wer der Inselzeitung auch auf Instagram folgt, der hat Nina & Leonie – unsere beiden österreichischen Praktikantinnen – bereits kennengelernt.

Im Juli haben uns die Beiden mehrere Wochen besucht und Ihr Schulpraktikum in unserer Social Media Abteilung gemacht. Ihre Aufgabe war es, als erstmalige Rügen-Urlauber die Insel zu erkunden und ihre Eindrücke per Videos/Vlogs für unseren Instagram-Kanal festzuhalten.
Neben zahlreichen tollen Tagestouren ist auch dieser Reisebericht entstanden, sodass wir jetzt noch einmal das Wort an Nina & Leonie überreichen:

Reisebericht von Nina & Leonie

Wir – Nina und Leonie – melden uns zu Wort! (man hat uns zwar die ganze Zeit schon gehört, aber egal). Ursprünglich angereist aus Österreich durften wir mit Hilfe von Erasmus+ einen Monat lang unser Praktikum hier auf Rügen absolvieren. Was wir gemacht haben? Content für den Instagram Account. Das heißt, wir durften uns die gesamte Insel angucken und haben dazu Content produziert. Unsere Schulkollegen sind tatsächlich sehr neidisch.

Warum wir uns für Rügen entschieden haben? Natürlich weil wir unbedingt ins Ausland wollten und wegen „Du hast den Farbfilm vergessen“ von Nina Hagen. Außerdem haben wir auf der Website gesehen, dass ap Marketing eigene Hunde und eine Katze im Büro hat und da war es auch schon um uns geschehen.

Top 5 Orte

Nachdem wir für 1 Monat die gesamte Insel erkundet haben und jetzt praktisch Rügen-Experten sind, ist es doch mal an der Zeit unsere Top 5 Orte (nicht geordnet) aufzuzählen und vielleicht damit dem ein oder anderen ratlosen Urlauber ein paar Ideen zu geben, nicht? Wer eher eine bildliche Vorstellung braucht: auf dem Inselzeitung Instagram Account könnt ihr euch alle unsere Vlogs rund um die Attraktionen und Orte Rügens ansehen.

1. Nationalpark-Zentrum Königsstuhl

© Dan Petermann Nationalpark Zentrum Königsstuhl

Im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl haben wir eine der spannendsten Ausstellungen der Insel erkundet.  Mit einem Sprach-Guide, der von berühmten deutschen Synchronsprechern eingesprochen wurde (die Abenteueroption ist einfach mit der deutschen Stimme von Whoopi Goldberg) sind wir durch Raum für Raum (alle mit Liebe zum Detail gestaltet) geführt worden. Durch die Kopfhörer ist die Experience sehr angenehm, es sind nämlich alle sehr leise und auf ihr Hörbuch konzentriert. Direkt nebenan: Der Königsstuhl inklusive Skywalk. Eine atemberaubende Aussicht für alle, die sich auf die Plattform trauen. (also nicht Leonie)

2. Rad & Dampf

Wer im Urlaub nicht nur faulenzen möchte und die sportliche Betätigung des Radfahrens wertschätzt, sucht mit den Radwegen auf Rügen auf jeden Fall nicht vergebens. Leonie ist begeisterte Radfahrerin und hat sich besonders auf die Tour gefreut, ich war froh, dass ich es nicht verlernt habe, aber mit E-Rädern lief es bei uns eh wie am Schnürchen. Na ja, außer anfangs bei Leonie, sie hat es 3x gemault, weil sie viel leichtgewichtigere Nicht-E-Räder gewohnt war, aber es sind noch alle Gliedmaßen dran.

Insbesondere das Angebot von Rad & Dampf (Lauterbach nach Baabe) hat uns überzeugt, in Österreich gestaltet es sich ja eher schwierig mit einer Fähre von Insel zu Insel zu kommen. Mit der Fähre (das Fahrrad wird mittransportiert) sind wir eine 1 Stunde nach Baabe getuckert und vor Ort entlang des Meeres geradelt (kann man in Österreich auch nicht #Binnenland).

3. Prora

Wer richtig Lust auf etwas Geschichte hat, sollte auf jeden Fall das Dokumentationszentrum in Prora besuchen. Eine Mischung aus Kunst und Realität hat uns in die bedrückende Vergangenheit eintauchen lassen, dass sie nie in Vergessenheit gerät.

Nur ein kleiner Rat: nehmt vielleicht nicht eure Kleinsten dorthin mit, es ist nämlich thematisch doch schwere Kost und schon ein wenig unangebracht in so einem historischen Gebäude, seine laut schreienden Kinder wild herumlaufen zu lassen.

Aber nicht nur für die Historiker unter euch gibt es in Prora etwas: Für die Leseratten gibt es den Bücherzirkus, eine riesige Halle mit den unterschiedlichsten Büchern für alle Altersklassen und Interessen (Harald Glööckler Biografie, vorher auch noch nicht gesehen) und direkt nebenan die Sandskulpturen-Ausstellung, ein Muss für Kunstliebhaber, Sandburgenthusiasten oder Leute, die noch nicht genug vom Sandstrand haben.

4. Ozeaneum

Foto ©TMVMartin Harms

Ostseewetter ist ja oft ein wenig unberechenbar. Also ist ein Schlechtwetterplan keine dumme Idee. Unsere Empfehlung: Das Ozeaneum in Stralsund. Während überdimensional große Walfiguren über einem baumeln (zwar nichts für Leute mit Megalophobie aber für uns ist es sehr beeindruckend), haben wir alles über die Meere und ihre Bewohner erfahren, ob lebend in Aquarien oder ausgestopft in Szene gesetzt. Persönlich hat uns das Ozeaneum sehr an das Aquarium in Animal Crossing New Horizons erinnert, das war ein ganz lustiger Vergleich für uns. Ein besonderes Highlight: Die hautnahe Pinguinfütterung auf dem Dach des Gebäudes (und keine Sorge, wir waren zwar hautnah an den Pinguinen dran, aber man riecht nicht direkt ihre fischige Nahrung).

5. Störtebeker Festspiele

Wenn ihr unseren Vlog Tag 14 gesehen habt, hättet ihr euch vielleicht schon vorher denken können, dass die Störtebeker Festspiele 100% einen Platz auf dieser Liste einnehmen werden.
Wir waren begeistert von…na ja ALLEM. Die Bühne/ Kulisse, die Pyrotechnik, das Schauspiel (herrlich theatralisch) , die Kostüme, die zig Pferde, die Story und die vielen Überraschungen, welche uns oftmals in unserem Sitz zusammenzucken lassen haben, sind ein absolutes Muss für jeden der die Insel mit auch nur einem Fuß betritt. Beim Ticketkauf haben wir nicht einmal auf die Wettervorhersage achten müssen, die Festspiele finden nämlich (außer es fallen wirklich faustgroße Hagelkörner) eigentlich immer statt.
Wer auf Rügen Urlaub macht aber nicht zu den Festspielen geht, hat echt ein Rad ab.

Hier ein paar Tipps von Ersturlaubern (uns) an Ersturlauber (euch)

  1. Nimm den Regenschirm mit

Es ist egal, wie schön es doch am Himmel aussieht, das Wetter hier ist – wie wir in Österreich sagen würden – „hinterfotzig“ (hinterhältig).  Da kann es auch schon einmal passieren, dass man für eine halbe Stunde unter einer Bushaltestelle warten muss, weil der Regen SO stark ist. (Erfahrungsbericht)

  • Tiefergelegte Autos haben eine schwere Zeit

Die Straßen auf Rügen sind vor allem in den Wohnorten oft aus altem Kopfsteinpflaster. Das sorgt tatsächlich für teilweise sehr ruckelige Fahrten mit Bus oder Auto. Besonders in Verbindung mit tiefergelegten Autos haben wir schon die ein oder andere Stoßstange den Boden küssen sehen.
Also wenn du mit deinem Auto anreisen möchtest, nimm lieber das ungetunte Familienauto.

(Kurze Zusatzinformation zu den Straßen: Rügen hat es nicht so mit Zebrastreifen, also geht einfach über die Straße, statt vergeblich nach einem zu suchen.)

  • Die Taucherbrille und Badeschuhe kannst du zuhause lassen

Eigens getestet: Wenn du im Meer auf Rügen untertauchst, tun dir die Augen kein bisschen weh. Das heißt, man kann sich wegen des geringen Salzgehalts im Wasser wunderbar treiben lassen, ohne Angst vor Salz in den Augen zu haben. Das ist ein willkommener Unterschied zum Mittelmeerwasser, in dem die meisten Österreicher im Urlaub baden. 
Wir hatten auch zusätzlichen Platz in unserem Koffer, den Badeschuhe eigentlich eingenommen hätten, die Strände sind nämlich aus Sand und dazu noch sehr sauber. Die Quallen, die es hier gibt, sind zum größten Teil völlig ungefährlich, das heißt, es gibt praktisch keinen Einwand gegen Barfuß schwimmen gehen.

  • Probier kein Lakritz, wenn du eine Zahnspange hast

Auch eigens getestet: Lakritz gibt es zwar an jeder Ecke, dass sollte aber keine Einladung sein, sie zu kaufen. Erstens schmeckt sie uns persönlich gar nicht (aber euch ja vielleicht), aber vor allem mit Zahnspange ist der Verzehr von Lakritz ein Freifahrtschein in die nächste Zahnarztpraxis, weil man sich damit die Drähte rausfetzt. Wenn mein Zahnarzt unseren Lakritze Taste Test sehen würde, würde er sich an den Kopf fassen.

Tschüss, bis zum nächsten Mal

Wir hätten uns keinen besseren Ort für unser Praktikum aussuchen können. Die Rüganer sind sehr freundliche und offene Leute, die Busverbindungen sind der Wahnsinn (die Linie 12, 13, 14 sind ein Traum, die Busse warten einfach gegenseitig aufeinander, in Österreich kannst du schauen, wo du bleibst, wenn dein 1. Bus eine Verspätung hat) und die Umgebung ist wunderschön und hat Geschichte.

Unsere Bekannten zuhause werden sich jetzt auf jeden Fall für eine sehr laaanngeeee Zeit alles über Rügen anhören dürfen. Wir würden einen Besuch auf Rügen jedem herzlichst empfehlen.

Bild von Inselzeitung

Inselzeitung

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