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Was Hiddensee so besonders macht

Dornbusch | Hiddensee

Das „söte Länneken“, – das süße Ländchen heißt die westlich von Rügen gelegene Insel Hiddensee. Zwar ist sie die kleine Schwester von Rügen, aber der größte Stolz ihrer einheimischen Bewohner.

Markanter Haken auf der Landkarte

Hiddensee misst 16,8 Kilometer Länge, an der schmalsten Stelle nur etwa 250 Meter und an der weitesten etwa 3,7 Kilometer Breite. Sie ist hügelig Im Norden, mit den Gellen flach im Süden und ist in der Inselmitte von Dünen- und Heidelandschaft gekennzeichnet. Die Reederei Hiddensee bringt Sie kurzerhand mit ihren bequemen Linienfahrgastschiffen von den Inselorten Schaprode, Wiek und Dranske zur Insel Hiddensee. Mit den Schnellbooten des Hiddenseer Taxirings gelangt man nicht nur flotter, sondern auch unabhängig vom Fahrplan zur größten Insel des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.

Reetdachhäuser mit Blick aufs Meer

Bewusst verzichten. Hiddensee macht es vor.

Die Insel, die für Ihren täglichen Bedarf ausgerichtet ist, hat alles zu bieten, was das einheimische und touristische Herz begehrt: nette Unterkünfte, herrliche Strände, lauschige Plätze inmitten der Natur, Einkaufsmöglichkeiten, kulinarische Vielfalt, kulturelle Einrichtungen, eine kleine Dorfschule und Vieles mehr.

Allerdings ist er private Kfz-Verkehr auf der gesamten Insel verboten. Nur wenige Fahrzeuge für öffentliche Aufgaben und landwirtschaftliche Nutzung sind zugelassen, wodurch die Insel nahezu autofrei ist. Die Hiddenseer haben schlichtweg auf Drahtesel und Pferdefuhrwerke umgesattelt und bewegen sich ruhig und gelassen, nahezu geräuschlos, durch die von Feinstaub unbelastete Inselluft. Nur die wichtigsten Orte Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf sind für Sie mit dem Linienbus zu erreichen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Sie in allen Ortschaften Fahrradverleiher finden, bei denen Sie sich einen Drahtesel ausleihen können und sicher noch so manch herzlichen Erkundungstipp erfahren. Schon beim Radeln entlang der Deiche an Ostsee- und Boddenküste wird Sie die Aussicht in die sanften Küstenlandschaften beeindrucken.

Strandkorbvermietung
Der weiße Strand von Hiddensee

Es geht auch zu Fuß

Um die Flora und Fauna der Naturschutzgebiete und des Nationalparks in ihrer ganzen Schönheit zu erleben, sollten Sie die Wanderschuhe schnüren und sich auf die zahlreichen Wanderwege abseits der Hauptwege begeben. Entdecken Sie die flachen, kargen Landzungen am Bessin und dem Gellen, die sanfte Hügellandschaft des Dornbuschhochlandes und die fast märchenhafte Dünenheide. Atmet ganz bewusst die klare gesunde Ostseeluft bei einem Spaziergang am ca. 16 km langen weißen Sandstrand.

Ein Paradies, das Künstler lockt

Nicht nur Touristen, sondern auch Künstler zieht es immer wieder gern auf die ruhige Insel. Der kulturelle Ort Kloster beherbergt das Gerhart-Hauptmann-Haus, das einstige Sommerdomizil des Literaturnobelpreisträgers und letztes, öffentlich zugängliches Künstlerhaus der Insel. Mit großem Garten und Blick auf das Meer wirkt das Haus märchenhaft verträumt und strahlt die Ruhe und Gelassenheit aus, die Hauptmann an diesem Gehöft so liebte.

Gerhard-Hauptmann-Haus

Hiddensees Top-Location

Wenn Ihr Hiddensee besucht, müsst Ihr auch den Leuchtturm von Dornbusch gesehen und bestiegen haben. Nur 1,5 km sind von Kloster aus gen Norden zu überbrücken, um zum Wahrzeichen der Insel zu gelangen. Das fast 28 Meter hohe Leuchtfeuer auf dem Bakenberg wurde erstmals 1888 mit einer großen Petroleumlampe in Betrieb genommen. Hier findet Ihr eine tolle Route. Nach all den atemberaubenden Erlebnissen im süßen Ländchen wird auch klar, warum die Hiddenseer ihre Insel so vergöttern – Hiddensee ist eben besonders.

Die Insel von oben