Wo Ihr in Seelenruhe wandern könnt

Ob in Familie, mit dem Partner oder allein: Entdeckt Rügens abwechslungsreichen Norden zu Fuß. Die Ostsee hat einen hohen Erholungsfaktor und tut uns einfach gut. Rund um das Meer tummeln sich zahlreiche Erlebnisse, doch überzeugt Euch einfach selbst!

Ausflug in den Inselnorden

Der Peilturm am Kap Arkona

Die Wanderung (ca. 12 km, Schwierigkeitsgrad: leicht)beginnt am Großparkplatz von Putgarten und führt über die Halbinsel Wittow, dem so genannten Windland von Rügen und nördlichstem Punkt der Insel. Mit bis zu 2.000 Sonnenstunden im Jahr gehört Wittow zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands.

Bereits vom Parkplatz aus sind die Wahrzeichen des Kaps, die zwei Leuchttürme und der Peilturm zu sehen. Folgt den Schildern in Richtung zur achteckigen Kapelle von Vitt (geweiht 1816) und dem unter Denkmalschutz stehenden Fischerdorf Vitt. Hier werdet Ihr feststellen, dass die Zeit stehengeblieben ist. Die urigen schilfgedeckten Häuser wirken wie ein Museumsdorf. Einige der Heimathäuser haben heute immer noch Runen anstelle von Hausnummern an den Wänden zu stehen.  

Schatzsuche an der Ostsee

Strandgut sammeln

In Fischerort Vitt bietet sich ein kleiner Abstecher an den steinigen Strand von Vitt an, denn dieser ist beliebte Fundstelle zahlreicher Feuersteine, Hühnergötter, Donnerkeile oder versteinerter Seeigel.

Ganz in der Nähe vom Hauptweg befindet sich auch die achteckige Kapelle. Die Wittower haben dieses besondere Gebäude trotz oder besonders wegen seiner vielen Ecken und Kanten ins Herz geschlossen. Von hier kann man dem Hochuferweg in Richtung der Leuchttürme folgen, der unmittelbar an der Kliffkante entlangführt. Am Wegesrand stehen verschiedene Skulpturen, die wahrscheinlich von einem Kunstprojekt stammen.

Geschichten um die Jaromasburg und den mächtigen Burgwall

Skulpturen entlang der einstigen Jaromarsburg

Entlang Eures Weges folgen die Überreste der ehemaligen Jaromarsburg, die im 6. Jahrhundert zu Ehren des Gottes Svantevit errichtet wurde und sicher eingebettet in einem 25 Meter hohen Burgwall entlang der Steilküste lag. Große Teile der Tempelanlage sind allerdings durch Erosionen der Küste bereits in die Ostsee gestürzt. Diese Kultstätte der Ranen wird seit Jahren archäologisch untersucht. Zahlreiche Pfeilspitzen, Silbermünzen, Perlen und anderer Schmuck wurden bei Ausgrabungsarbeiten bereits gefunden. Mehrere Schautafeln bieten weiterführenden Informationen dazu.

Glanzstücke der Architektur am Kap Arkona

Die Leuchttürme am Kap Arkona

An den Überresten der Burg vorbei geht es zum Kap Arkona mit dem ehemaligen Peilturm der Marine und den zwei Leuchttürmen. Der ältere und kleinere Leuchtturm ist heute nicht mehr in Betrieb. Stattdessen wird der sogenannte Schinkelturm nun für Ausstellungen genutzt und beherbergt ein Standesamt. Unmittelbar daneben steht der Höhere, der seit 1902 betrieben wird.

Alte Bunkeranlagen als Relikte

Die alten Bunkeranlagen am Kap Arkona

In direkter Nähe erinnert ein schwarz-rot-gelber Grenzstein, dass hier einst Grenz- und militärisches Sperrgebiet war, wovon heute noch die Bunkeranlagen zeugen. Weiter nordwärts geht es auf dem Arkona-Küstenwanderweg zum nördlichsten Punkt Rügens, dem Gellort. Hier habt Ihr einen Blick hinunter zum großen Findling „Siebenschneiderstein“. Nach weiteren ca. 2 km folgt der Parkplatz Nordstrand, auch hier ist ein Ab- und Aufstieg zum Strand möglich. Folgt dem Parkplatz-Zufahrtsweg (Plattenweg) bis zum Ende, rechts im Blick habt Ihr dabei die Bundeswehr-Radarstation. Weiter geht es nach links auf den Radweg Richtung Putgarten, nach ca. 1,5 km rechts abbiegen nach Fernlüttkevitz. Im Ort haltet Ihr Euch links bis zum Ortsende, auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt der Plattenweg Richtung „Hof Kracht“ in Goor. In Goor wandert Ihr links auf dem Plattenweg entlang am Hochufer wieder in Richtung des Fischerdorfs Vitt. Von der Kapelle Vitt aus haltet Ihr Euch in Richtung Putgarten und gelangt zum Rügenhof (ehemaliger Bauernhof, mit Souvenir- und Kunstverkauf sowie gastronomischen Einrichtungen). Etwa 500 m weiter erreicht Ihr Euren Start- und Zielpunkt am Parkplatz Putgarten.

Nach dem schönen Wanderweg, der frischen Meeresluft und den vielen Erlebnissen rund um das Kap Arkona fühlt Ihr Euch wie neu geboren. Mit freundlicher Empfehlung vom Wanderverein „Wanderfreunde SBG Rügen e.V.

Erfahrt mehr zu den Leuchttürmen am Kap zur Halbinsel Wittow oder womit die Region im Inselnorden noch beindruckt.

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Eva-Maria

Eva-Maria

Mit ihrem geschulten Rügen-Kennerblick erkundet Eva-Maria gern mit ihrer Familie die ganze Insel und zeigt Euch ihre Lieblingsplätze. Im Südosten der Insel Rügen verbrachte sie ihre Bullerbü-Kindheit und ging dann zum Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften nach Wien. Vom Land in die Stadt, vom Meer auf den Berg: nach diesem Kontrastprogramm hat sie wieder auf Rügen Fuß gefasst. Was sie mit Rügen verbindet? Heimat, die tägliche Dosis Meer und ein Gespür für die Eigenarten der Rüganer, die trotz kühlem Wesen ein großes Herz für ihre Insel haben.