Halbinsel Wittow
auf Rügen

Das Windland im Norden Rügens

Die Halbinsel Wittow ist der nördlichste Teil der Insel Rügen. Eine feste Anbindung an das Muttland, den Hauptteil der Insel Rügen, gibt es nur über die schmale, acht Kilometer lange Nehrung „Schaabe“ zur Halbinsel Jasmund. In der Oster- und Weihnachtszeit übrigens eine besonders hübsche Strecke, da viele Bäume entlang der Straße jahreszeitlich von Einheimischen geschmückt werden. Ein zweiter Weg nach Wittow führt per Autofähre über das Wasser zwischen dem Wieker Ortsteil Wittower Fähre und dem Fähranleger bei Trent.
Den Namen „Windland“ hat die Halbinsel, weil sie flach wie ein Brett in die Ostsee ragt, von Wasser umgeben und dem Wind von allen Seiten schutzlos ausgeliefert ist. Seit Jahrtausenden bestimmen diese beiden Elemente Wittows Landschaft und das Leben auf der Halbinsel. Mit bis zu 2000 Sonnenstunden pro Jahr gehört diese Region Rügens außerdem zu den sonnenreichsten Orten Deutschlands.
Das Kap Arkona mit seinen drei Türmen (zwei Leuchttürme und ein Peilturm), der Rügenhof in Putgarten und das romantische Fischerdörfchen Vitt mit der kleinen achteckigen Kapelle und seinen Reetdachhäusern, das Seebad Breege-Juliusruh, Wiek, Altenkirchen und Dranske sind das ganze Jahr begehrte Ausflugsziele.

Hinweis: Wer das Kap besuchen möchte, muss sein Auto in Putgarten parken und die restliche Strecke zu Fuß, mit der Pferdekutsche oder der Arkona-Bahn – einer gasbetriebenen Bahn auf Rädern – zurücklegen.

Das erwartet Dich hier

Wittow entdecken

Der Norden Rügens hat es in sich.

Kap Arkona – das Flächendenkmal

Mit den beiden Leuchttürmen, dem Peilturm und den Resten der slawischen Burganlage gilt das Kap als nördlichster Punkt der Insel Rügen. Doch tatsächlich befindet sich dieser etwa einen Kilometer weiter nord-westlich – der Gellort. An seinem Fuß befindet sich der Siebenschneiderstein, mit 61 m² und 165 Tonnen Gewicht der drittgrößte Findling der Insel.

Foto: © Rene Storch

Halbinsel Bug

Der Bug, der größte Sandhaken Rügens, beginnt südlich von Dranske und erstreckt sich 8 km in südwestlicher Richtung. Durch seine strategisch günstige Lage gab es hier unterschiedlichste Nutzungen, in den letzten Jahrzehnte vor allem eine Militärische, sodass das Gebiet Sperrgebiet war. Seit 1990 gehören Teile des Bugs zum Nationalpark Vorpommersche-Boddenlandschaft.

Altenkirchen

Altenkirchen ist einer der ältesten Orte auf Wittow, architektonisch sehenswert sind die alten Backsteinbauten und Reetdachhäuser. Die Pfarrkirche Altenkirchen gehört zu den ältesten Kirchenbauten Rügens und wurde z.T. mit Steinen der ehemaligen Jaromarsburg erbaut.  

© Foto: TMV/outdoor-visions.com

Putgarten

Unterhalb des Kap Arkona liegt Putgarten. Bis auf wenige Ausnahmen ist der Ort nahezu autofrei, wer zum Kap möchte, kann per Kutsche, Kleinbahn oder zu Fuß weiter. In Putgarten befindet sich auch der Rügenhof mit zahlreichen regionalen Produkten.

Seebad Breege & Juliusruh

Das nördlichste Seebad Rügens, bestehend aus den zwei Orten Breege und Juliusruh, punktet mit diversen Freizeitmöglichkeiten zwischen Bodden und Meer und liegt direkt an der Schaabe. Besonders sehenswert sind der Hafen und die Kapitänshäuser in Breege sowie der Kurplatz, der Löberplatz und die Strandpromenade in Juliusruh.

Dranske

Am äußersten Nordwest-Zipfel der Insel liegt Dranske, mit Ostseestrand und Boddenküste das Eldorado für Wassersportler. Bei klarer Sicht blickt man bis zur dänischen Insel Moen. Im marinehistorischen und Heimatmuseum erfahrt Ihr viel zur Region und zur (militärischen) Nutzungsgeschichte der Halbinsel Bug.

Marina Wiek Halbinsel Wittow auf der Insel Rügen

Wiek

Mit bester Aussicht auf die Insel Hiddensee trumpft Wiek auf. Der idyllische Ort hat sich seinen Charme als ehemaliges Fischerdorf bewahrt. Durch seine Lage am Wieker Bodden und die gute Infrastruktur ist Wiek ein begehrter Urlaubsort und mit der Kreidebrücke ein echter Hotspot für Sonnenuntergänge und tolle Foto-Perspektiven.

Alle Infos zu Wittow auf einen Blick

Wittow mit der Familie

Das Windland bietet Euch tolle Ausflugsziele.

Türme am Kap Arkona

Drei Türme ragen am Kap weithin sichtbar in den Himmel: der Schinkelturm – ein ehemaliges Leuchtfeuer und heute Außenstelle des Standesamtes, der neue Leuchtturm – seit 1905 in Betrieb und der Peilturm -als Seefunkfeuer bis 1945 in Betrieb und heute Aussichtsplattform mit 360° Panoramablick.  

Foto: © TMV/Gaensicke

Jaromarsburg

Vor der Christianisierung Rügens befand sich am Kap Arkona die Jaromarsburg, eine slawische, dem Kriegsgott Svantovit gewidmete Kultstätte. Heute zeugen noch Reste der alten Wallanlage vom einstigen Heiligtum. Durch Küstenabbrüche schrumpft die Anlage, sodass archäologische Notgrabungen stattfinden.

Mare Balticum Erlebnis- & Ausstellungszentrum

In der ehemaligen Bunkeranlage am Kap Arkona befindet sich heute eine eindrucksvolle Ausstellung zu den Themen 

  • Schiffskatastrophen vor Rügen
  • Geschichte der 6. Flottille der DDR-Volksmarine
  • Seezeichen in deutschen Küstengewässern

Kreidebrücke Wiek

Ein kleines Kuriosum erwartet Euch in Wiek: die Kreidebrücke. Sie wurde als Verladerampe für den am Kap Arkona geplanten Kreideabbau im 20. Jh. gebaut, ging aber nie in Betrieb. Seit der Sanierung 2013/14 ist sie heute technisches Denkmal, begehrtes Fotomotiv und Rügens einzige „schwebende Promenade“, von der Ihr einen spektakulären Ausblick habt.

Fischerdorf Vitt

Vitt ist mit seinen rohrgedeckten Fischerkaten, bunten Gärten, schmalen Wegen, dem Salzhaus und der Tangscheune, Fischerbooten und Reusen wohl das urigste Dorf Rügens. Bis heute gibt es hier Hausmarken (Runen) anstelle der typischen Hausnummern. Am Steilufer steht die achteckige Kapelle, die 1806 für die damaligen Fischer errichtet wurde.

Märchenwald

An der Nordküste Rügens, in der Nähe vom Regenbogencamp bei Nonnevitz und dem Bachlauf  „Müllerrinne“ bei Schwarbe, erwartet Euch ein echtes Kleinod: der sog. Märchenwald mit seinen wild verformten Buchen. Die bizarren Bäume wurden durch den Ostwind in ihre einzigartige Form gebracht. Ein verwunschener Ort, der die Phantasie beflügelt.

Rügenhof am Kap Arkona

Wo Rügen drauf steht, ist auch Rügen drin.

Im Gutshaus auf dem Rügenhof am Kap Arkona findet Ihr ein umfassendes Sortiment an Rügenprodukten. Hier könnt Ihr nach Herzenslust im hofeigenen Laden shoppen oder Euch mit regionalen, frisch verarbeiteten Leckereien im Café, Restaurant oder Biergarten verwöhnen lassen.

Wer mehr über die Herkunft der heimischen Zutaten erfahren möchte, kann mehrmals die Woche an Führungen im Obst- und Kräutergarten teilnehmen. Jeden Samstag ist zudem der Rügenprodukte-Tag, bei dem Ihr die regionalen Köstlichkeiten probieren könnt.

Die nächsten Termine findet Ihr in unserem Veranstaltungskalender

Erlebnistipps für die Halbinsel Wittow

Zahlreiche Unternehmungen erwarten Euch am nördlichsten Zipfel Rügens.

Geführte Wanderungen über den Süd-Bug

Führung Süd-Bug

Von April bis Oktober könnt Ihr mit einem Guide das Nationalpark-Gebiet erkunden und viel über die wechselhafte Nutzungsgeschichte erfahren.

Gellort – unterhalb vom Kap Arkona

Gellort

Der nördlichste Punkt Rügens am Fuß des Kap Arkona. Hier liegt der Siebenschneiderstein, der viertgrößte Findling der Insel Rügen.

© Foto: TMV/outdoor-visions.com

Rad- und Wandertouren

Auf Wittow könnt Ihr tolle Touren machen. Das Radwegenetz ist gut ausgeschildert, Tipps zu Wanderstrecken findet Ihr hier.

Foto: ©TMV/Petermann

Tagesfahrt Hiddensee

Von Wiek und Dranske könnt Ihr nicht nur den Blick zur Insel Hiddensee genießen, Ihr könnt in der Saison von dort aus auch übersetzen.

Kosegartenhaus Altenkirchen

Die multimediale Ausstellung zeigt das Leben und Wirken des Dichters und Uferpredigers Ludwig Gotthard Kosegarten (1858-1818).

Ob Segeln, Angeln oder Surfen – alles möglich in Wiek

Wassersportrevier Dranske

Surfen, Kiten, SUPen, Segeln, der Name Windland ist hier Programm und macht Dranske zum Hotspot für Wassersportler.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

786 km² umfasst der größte Nationalpark Mecklenburg-Vorpommerns und erstreckt sich über den westlichen Teil der Ostseeküste Vorpommerns. Neben Bereichen der Ostsee und des Westrügener Boddens gehören ebenfalls große Flächen Hiddensees und die boddennahe Küstenlinie Westrügens bis zum Bug auf Wittow dazu. Ziel dieser Unterschutzstellung als Nationalpark ist die Erhaltung der  Flachwassergebiete der Ostsee sowie ihrer vielseitigen Flora und Fauna im Kontext der natürlichen Landschaftsdynamik. 

Podcast-Empfehlung

Eine Wanderung rumd um Rügens südlichste Spitze

Kap Arkona im Norden der Insel Rügen ist ein absoluter Publikumsmagnet. Sein Gegenstück im Süden dagegen ist nicht so bekannt und nicht so spektakulär, aber nichtsdestotrotz voller Reiz. Der Palmer Ort auf der Halbinsel Zudar glänzt mit viel Natur, Ruhe und einem Strand, der auch in der Badesaison nicht überlaufen ist. Katja und Axel Metz wandern von Grabow aus zum Gelben Ufer und von dort am Strand bis zum Palmer Ort, wo sich der Greifswalder Bodden und der Strelasund treffen. Sie erleben ein wechselhaftes Ufer, mal steil, mal flach, mal mit großen Boddenwellen, auf denen Surfer ihren Sport genießen, mal mit kleinen, feinen Wellen, die einen fast vergessen lassen, dass man auf der Insel Rügen ist. Dazu gehen die beiden der Geschichte rund um den Palmer Ort auf den Grund und entdecken einen Ort, an dem die Zeit stehen geblieben ist.

Podcast-Tipp​

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Häfen auf Wittow

Hafen Breege

Beliebter Anlaufpunkt für Gäste ist der Breeger Hafen. Von hier aus kann man in der Saison per Schiff zu den bekannten Störtebeker Festspielen ins Piratendorf Ralswiek übersetzen, einen Tagesausflug zur kleinen Insel Hiddensee starten oder sich durch die Boddengewässer schippern lassen. In der Saison legt mehrmals täglich ein Fahrgastschiff an und ab. Auch das Segeln lässt sich hier bei der ortsansässigen Segelschule erlernen. Der Hafen und Wasserwanderstützpunkt Breege ist am Breeger Bodden gelegen. Gastlieger sind willkommen und finden Liegeplätze an der Nordwestpier auf 2,5 bis 3 Metern Wassertiefe. Hier liegen auch die Charteryachten der Segelschule Mola. Freie Plätze sind grün gekennzeichnet. Der an der Westseite gelegene Steg ist für die ortsansässigen Fischerboote vorgesehen.

 

Marina Wiek

Der Hafen im Erholungsort Wiek liegt am Wieker Bodden, wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt und Mitte der 1930er Jahre in seiner heutigen Ansicht ausgebaut. Von 2001 erfolgte ein weiterer Ausbau und die Modernisierung der Hafenanlage. Im Jahr 2003 wurde hier eine moderne Marina eingeweiht, die inzwischen bis zu 150 Sportbooten als Liegeplatz dient und auch Anlaufstelle für die Fahrgastschifffahrt ist. Die Marina ist mit einer zeitgemäßen, modernen Infrastruktur ausgestattet. Dazu zählen Strom, Wasser und sanitäre Einrichtungen für die Wassersportler ebenso wie eine kleine Werft und ein Bootsmotorenservice, Einkaufsmöglichkeiten sowie gastronomische Einrichtungen in der Nähe. Der idyllische Hafen ist bei den Wasserratten von nah und fern ein beliebtes Anlaufziel. Von hier aus kann man auch mit der Fähre zur Insel Hiddensee gelangen.

Essen & Trinken

Als Halbinsel vom Wasser umgeben, gehört natürlich auch hier auf Wittow frischer Fisch auf den Tisch. Neben abwechslungsreiche Variationen des Küstenklassikers gehören ebenso Fleisch und Wild zur regionalen Küche. Kräuter und Sanddorn ergänzen den Wittower Speiseplan. Das Blumencafé in Wiek ist mit seinen leckeren Kuchen und Torten die perfekte Adresse für alle Süßschnuten.